Arne van Aalst arbeitet als Key Account Manager für Nordwesteuropa bei Koppert. In dieser Rolle koordiniert er mit großen Gärtnern (Verbänden) und Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Großbritannien und Polen. Er berät zu nachhaltigen Lösungen im integrierten Pflanzenschutz. In diesem MasterKas teilt er seine Vision über nachhaltigen Anbau, europäische Politik und die Zukunft des Sektors.
Was können wir in den Niederlanden aus nachhaltigen Lösungen in anderen Ländern lernen?
Arne: „In den Niederlanden denken wir oft, dass wir alles wissen, aber das ist nicht immer der Fall. In Ostafrika haben Gärtner weniger Ressourcen und bauen oft noch im Boden an. Dort liegt der Fokus viel stärker auf der Pflanzenresilienz; die Pflanze zu stärken, um Krankheiten und Schädlinge zu verhindern. Man sieht auch anderswo unterschiedliche Substratoptionen, wie zum Beispiel Kokosfasern, wo sich organische Produkte besser etablieren können. Davon können wir hier viel lernen.”
Was sehen Sie als die größte Herausforderung für Gärtner in Nordwesteuropa im Bereich des integrierten Pflanzenschutzes in den nächsten fünf Jahren?
Arne: „Die größte Herausforderung ist die Eliminierung chemischer Korrekturmittel. Das liegt an strengeren Vorschriften, aber auch, weil Verbraucher und Einzelhändler gesündere Lebensmittel verlangen. Bis 2027 werden nur wenige chemische Optionen übrig bleiben. Gärtner werden daher viel präventiver arbeiten müssen und organische Mittel einsetzen. Und das erfordert ein anderes Denken. Glücklicherweise stellt sich der niederländische Sektor dieser Herausforderung mutig. In unserem Sektor steckt Mut. Und das macht mich stolz.”
Wo sehen Sie, dass Gärtner einen Unterschied machen, wenn es um Nachhaltigkeit und Anbauqualität geht?
Arne: „Die Gärtner, die den Unterschied machen, sind wahre Unternehmer. Sie denken über das Heute hinaus und investieren